Was sollte ich direkt nach einem Auffahrunfall tun?
Nach dem ersten Schreck zählt vor allem eine saubere Dokumentation. Sichern Sie die Unfallstelle, soweit dies erforderlich ist, und halten Sie die wichtigsten Informationen fest.
Fotos von den Fahrzeugpositionen und den sichtbaren Schäden können später hilfreich sein. Tauschen Sie außerdem Kontaktdaten und Versicherungsinformationen mit dem anderen Unfallbeteiligten aus. Eine Schritt-für-Schritt-Übersicht bietet der Ratgeber Unfall: Was tun?.
Unfall und Schäden möglichst früh dokumentieren
Fotografieren Sie nicht nur den beschädigten Stoßfänger aus nächster Nähe. Übersichtsaufnahmen helfen dabei, die Situation besser nachvollziehen zu können.
Notieren Sie außerdem Ort, Datum und den bekannten Unfallhergang.
Fahrzeug nicht vorschnell reparieren lassen
Wenn ein Gutachten benötigt wird, sollte der ursprüngliche Zustand des Schadens möglichst vor der Reparatur dokumentiert werden.
Eine vorherige Instandsetzung kann die spätere Beweissicherung erschweren. Notwendige Sicherungsmaßnahmen sind davon natürlich zu unterscheiden.
Können trotz kleiner Delle verdeckte Schäden entstehen?
Ja. Gerade bei einem Auffahrunfall sagt die sichtbare Beschädigung nicht immer alles über den tatsächlichen Schadenumfang aus.
Stoßfänger moderner Fahrzeuge bestehen häufig aus mehreren Komponenten. Hinter der äußeren Verkleidung können Verstärkungen, Halterungen, Sensoren oder andere Bauteile betroffen sein.
Auch elektronische Assistenzsysteme können eine Rolle spielen. Deshalb sollte ein Schaden nicht ausschließlich danach beurteilt werden, wie groß der Kratzer von außen wirkt.
Ein professionelles Schadengutachten dokumentiert die festgestellten Beschädigungen und berücksichtigt den erforderlichen Reparaturumfang.
Wer bezahlt den Gutachter nach einem unverschuldeten Auffahrunfall?
Bei einem unverschuldeten Haftpflichtschaden werden die erforderlichen Gutachterkosten grundsätzlich der gegnerischen Haftpflichtversicherung zugeordnet.
Für Sie als Geschädigten ist zudem relevant, dass Sie einen unabhängigen Kfz-Sachverständigen auswählen können.
Bei sehr kleinen Schäden kann jedoch die Frage entstehen, ob ein vollständiges Gutachten oder ein Kostenvoranschlag angemessen ist. Der Schaden sollte deshalb zunächst sachlich eingeordnet werden.
Was wird im Gutachten nach einem Auffahrunfall ermittelt?
Ein Schadengutachten beschränkt sich nicht nur auf ein Foto der beschädigten Fahrzeugpartie. Es dokumentiert den Zustand des Fahrzeugs und beschreibt den erforderlichen Reparaturweg.
Reparaturkosten und beschädigte Bauteile
Die betroffenen Bauteile werden aufgenommen und der notwendige Reparaturumfang wird fachlich bewertet.
Dadurch entsteht eine nachvollziehbare Grundlage für die weitere Schadenregulierung.
Wertminderung und weitere Schadenpositionen
Je nach Fahrzeug und Schaden können neben den reinen Reparaturkosten weitere Positionen relevant sein. Dazu können insbesondere Wertminderung und Nutzungsausfall gehören.
Ein vollständiges Gutachten stellt diese Punkte strukturiert zusammen, soweit sie für den jeweiligen Fall relevant sind.
Reicht nach einem Auffahrunfall ein Kostenvoranschlag?
Lassen sie uns die Beurteilung durchführen ob ein Kostenvoranschlag ausreichend sein kann, auch wir können diesen erstellen.
Bei einem unverschuldeten Haftpflichtschaden gehören die erforderlichen Gutachterkosten grundsätzlich zu den Schadenpositionen, die von der gegnerischen Haftpflichtversicherung zu ersetzen sind.
Gerade nach einem Auffahrunfall sollte der Schadenumfang nicht ausschließlich anhand der sichtbaren Spuren am Stoßfänger beurteilt werden. Hinter der äußeren Verkleidung können Verstärkungen, Halterungen, Sensoren oder weitere Bauteile betroffen sein.
So läuft die Begutachtung nach dem Auffahrunfall ab
Nach Ihrer Kontaktaufnahme wird zunächst der Unfallhergang kurz besprochen und ein Termin vereinbart. Ihren Schaden können Sie vorab über Schaden melden übermitteln.
Die Begutachtung kann am Fahrzeugstandort erfolgen. Dort werden die sichtbaren Schäden fotografiert, relevante Bereiche geprüft und die notwendigen Fahrzeugdaten aufgenommen.
Anschließend wird das Gutachten erstellt und für die weitere Regulierung zur Verfügung gestellt. Ein Fallbeispiel aus München zeigt den Ablauf an einem konkreten Schaden.